Der perfekte Ort für einen Drink vor oder nach dem Abendessen

Rund um den Elisabethplatz sind die von Hoch-Mixologen frequentierten Spitzenadressen noch rar gesät – und so sind im Panther alle Gäste gern gesehen.

Bei einer Bar, die in einem Restaurant liegt, kann man sich natürlich grundsätzlich streiten: Ist das jetzt ein Vorteil oder ein Nachteil im Vergleich zu Bar-Bars, die aus Tresen und sonst nichts bestehen, vielleicht noch ein paar Barhockern an den Wänden?

In der Panther Grill & Bar lässt sich darüber gut nachdenken. In dem Schwabinger Lokal sitzt der Bargänger an einem U-Tresen erhöht, um ihn herum die Restauranttische in einem dezenten, modischen Ambiente, durch die großen und bodentiefen Fenster kann man die hektische Stadt genüsslich in Stille erahnen.

Wer sich also nun vom ausgesprochen freundlichen und zuvorkommenden Personal beraten lassen will, welcher Drink denn nun zum Start des Abends passt, ob vor dem Essen, nach dem Essen oder ohne Essen, der ist exponiert. Alle hocken auf Stühlen, der Bargänger sitzt auf einem Hocker. Schlecht geschnürte Schuhe oder verdreckte Hosen fallen so mehr ins Gewicht als wenn man sich an den weiß eingedeckten Tafeln platziert hat und im Menü gerade zwischen dem Shrimp-Cocktail und dem Langustenschwanz schwankt.

Die Speisekarte ist durchaus hochpreisig, dementsprechend sieht das Publikum sehr nach Business aus. An der Bar hingegen sind der Old Fashioned oder der Rusty Nail mit 8,50 Euro im preislichen Normalspektrum.

Die Panther-Bar eignet sich bestens für das Anbahnen oder Ausbahnen eines Abendessens. Für einen dezidiert cocktail-nerdigen Versuchsabend, bei dem die Fässer, in denen der Whisky des Horses-Neck-Drinks gelagert hat, in der richtigen Reihenfolge aufgelistet werden sollen, ist der Ort allerdings dann wohl eher nicht geeignet. Handwerklich nicht zu beanstandende Mixturen in einem Ambiente, das Lust auf Ausgehen macht, sind hier jedoch allemal geboten.

Rund um den Elisabethplatz sind die von Hoch-Mixologen frequentierten Spitzenadressen für Drink-Kultur noch rar gesät, und so sind im Panther alle gern gesehen: die nach dem Nachdenker-Drink, dem Trauer-Drink, dem Feier-Drink oder dem gemeinen Absacker Suchenden. Und selbst wenn man in schlecht gebundenen Schuhen allein an der Bar auf seinen Trauer-Drink wartet, inmitten der ganzen Mix-Utensilien und der fröhlichen Barkeeper hat man schnell alles um sich herum vergessen.