Eine für alle

Ein wenig riecht es noch nach frischer Farbe: Auch nach der Renovierung hat die Rockboxbar das Flair einer WG-Küche. Entsprechend bunt gemischt ist das Publikum. Das Beste sind allerdings die Öffnungszeiten.

Er ist schon wahnsinnig lässig, der Keith Richards . Wie er so cool an einem vorbeischaut, die dunkle Sonnenbrille auf der Nase, die Jack-Daniel’s-Flasche in der Hand. Das Schwarz-weiß-Foto des Stones-Gitarristen gehört seit jeher zum Inventar der Rockboxbar im Tal. Derzeit lehnt es passend zur Pose des Rockstars lässig über der Bar. Demnächst wird es wieder am angestammten Platz aufgehängt.

Vor kurzem ist die 2009 eröffnete Rockbox renoviert worden und präsentiert sich nun in einem neuen Licht. Alles ist ein bisschen heller geworden, etwas freundlicher – ein wenig riecht es derzeit noch nach frischer Farbe. Gleich geblieben ist allerdings das WG-Küchenflair der Kneipe.

Die Einrichtung ist spärlich und auf ihre Weise cool. Ein Tresen mit ein paar Barhockern, ein schwarzes Ledersofa, ein DJ-Pult. Und an der Decke hängt ein Beamer, der unter anderem für Fußballübertragungen genutzt wird, aber auch für Dia-Shows, wenn jemand die Kneipe für eine private Feier gemietet hat. Circa 50 Gäste finden hier Platz. “Bei der Langen Nacht der Musik haben sich aber auch bis zu 90 hier reingequetscht”, erzählt Wirtin Sabine Wunderlich.

Das Publikum der Bar ist ziemlich unterschiedlich. “Von 18 bis 58 ist alles dabei”, sagt Wunderlich. Den Weg hierher finden alternativ gewandete Studenten mit Nerd-Brillen, ältere Nachtschwärmer, die auf ein schnelles Helles vorbeischauen, Angestellte der umliegenden Lokale, die zu später Stunde noch gemeinsam einen Absacker nehmen. Auch die Musik ist abwechslungsreich: An manchen Tagen ist Indie zu hören, an anderen Electro, Mainstream-Pop oder Metal.

Das Konzept der Kneipe spricht viele an – das dürften auch die Preise, die für ein Innenstadtlokal eher in der mittleren Kategorie liegen. Das Helle kostet 3,30 Euro, Longdrinks 7,50 bis 11 Euro und der Aperol Sprizz faire 5,60 Euro.

Mit das Beste sind die Öffnungszeiten der Rockbox, die unter der Woche erst schließt, wenn es auch die letzten Gäste nach Hause zieht.