Der Fokus liegt im Café Storm in a Coffee Pot auf den Heißgetränken. (Foto: Catherina Hess)

Es stürmt in der Kaffeekanne

In der Altstadt hat das Storm in a Coffee Pot eröffnet. Zum Frühstück gibt es guten Kaffee und das Café-Gericht der Stunde.

Der Avocado-Toast ist heute das, was früher einmal der Brotkorb mit Käse-und-Aufschnitt-Teller war: Standard auf jeder Frühstückskarte (wenn die Avocado nicht wegen ihrer schlechten Umweltbilanz schon wieder heruntergeflogen ist, wie zum Beispiel im Heinrich Matters). Mit Ei oder auf Hummus, als Guacamole oder gleich – wie in dem neuen Café mit dem klingenden Namen Storm in a Coffee Pot – im Ganzen.

Das Storm in a Coffee Pot hat also erkannt, dass das Avocado-Brot das Café-Gericht der Stunde ist und bietet folgerichtig, abgesehen von einem Granola, keine weiteren Speisen an. Mit Avocado-Brot und Granola ist das Frühstück schließlich gut abgedeckt, im Hipster-Kosmos allemal, gegen das Zuckertief steht außerdem ein Kuchen auf dem Tresen bereit. Der Fokus liegt, wie der Name "Sturm in der Kaffeekanne" schon vermuten lässt, ohnehin auf Heißgetränken.

Ende vergangenen Jahres hat der Laden eröffnet. Zentral in der Altstadt und doch so gelegen, dass man von dem Café wissen sollte, um nicht daran vorbeizulaufen. Nur ein paar Schritte vom Isartor entfernt, in der Marienstraße 18, wird hier nun Kaffee und Avocado-Brot serviert. Herumgesprochen hat sich das noch nicht so weit, dass es eng werden würde im Laden – noch ist bequem ein Platz zu finden.

Die Hocker sind wie die Tische rund, die Farbakzente sind in dunklem Smaragdgrün gehalten, und natürlich dürfen Instagram-taugliche Pflanzen nicht fehlen. Das Personal werkelt hinter einem hübschen Holztresen, an dem auch bestellt wird. Sehr clean und aufgeräumt wirkt das, fast schon zu sehr, aber das mag auch der Neueröffnung geschuldet sein.

Was gibt es da und was kostet es?

Das Storm in a Coffee Pot hat sich gutem Spezialitätenkaffee verschrieben – und so gibt es neben den Klassikern wie Espresso (2,20 Euro) und Cappuccino (3 Euro) auch jeweils einen Batch Brew (3,50 Euro) und einen Hand Brew (5 Euro), also Filterkaffee wahlweise mit der Hand oder mit der Maschine aufgegossen. Außerdem werden Matcha Latte (4,50 Euro), heiße Schokolade (4,50 Euro) und saisonale Specials angeboten, wie gerade zum Beispiel ein alkoholfreier Espresso-Glühwein (3,50 Euro).

Und dann gibt es das Essen. Das Granola (7 Euro) wird mit Hafermilch serviert, die es auf Wunsch statt Kuhmilch auch in den Heißgetränken gibt. Der Signature Dish, wenn man so will, ist aber definitiv das Avocado-Brot (8,50 Euro).

In feine Scheiben geschnitten finden beide Avocadohälften auf einem Brot Platz, garniert mit Chiasamen, etwas Pfeffer und ein paar Kapern – sehr fein abgeschmeckt. Bestrichen ist das Brot mit Frischkäse, meist gibt es auch Hummus zur Auswahl. Dazu ein guter Cappuccino oder eines der ausgefalleneren Heißgetränke: Fertig ist ein gutes Frühstück.

Wer geht da hin und wie lange bleibt man?

Bisher spazieren die Menschen in das Café, die zufällig vorbeikommen oder es auf Instagram entdeckt haben. Weil es noch nicht allzu voll ist, muss niemand ein schlechtes Gewissen haben, länger dort zu verweilen. Und vielleicht wagt sich mancher Gast nach einer Weile doch, wenn der erste Koffeinbedarf mit einem gewohnten Cappuccino gedeckt ist, an eine fruchtige Mischung aus Kenia als Batch Brew.

Storm in a Coffee Pot , Marienstraße 18, 80331 München, 0178/5437529, stormcoffeepot@gmail.com, Öffnungszeiten: Di. bis So. 10 bis 18 Uhr