Frühstück am Laufsteg

Das Catwalk ist innen schlicht, außen sonnig – und wegen seiner Nähe zum Englischen Garten besonders geeignet für Familien und Studenten.

Wer die rustikale Holztür zum Catwalk aufzieht, rechnet nicht wirklich mit einem Laufsteg. Gemütliche Sitzecken, schlichte Holzmöbel, viel Licht, das von der Mauerkircherstraße durch die großen Fenster in das Café in Bogenhausen fällt. Tatsächlich aber führen einige helle Steinfliesen schnurgerade auf die Theke zu. Schaulaufen muss hier allerdings niemand – denn das Catwalk ist vor allem als unkomplizierter Treffpunkt für Familien und Leute aus dem Viertel bekannt.

Was gibt es da und was kostet es?

Am Wochenende lohnt sich eine Reservierung im Catwalk – denn die zehn Frühstückskombinationen von Müsli mit frischen Früchten, wachsweichem Ei und Brotkorb (6,90 Euro) über Bagels bis hin zum Ensemble mit Krabbencocktail, Räucherlachs, Forellenfilets, Eiern und Kräuterfrischkäse (12,90 Euro) locken viele Brunch-Gäste an. Bis 17 Uhr gibt es täglich Frühstück – und daneben von der regulären Restaurantkarte auch Salate, Vorspeisen, Pasta und Fleischgerichte.

Das gibt es nicht überall: Den Cappuccino mit cremiger Schlagsahne statt Milchschaum (2,90 Euro). Da klaut sich natürlich auch der Nachwuchs gerne einen Löffel , das Getränk kommt schließlich eher wie ein kleiner Dessertbecher daher. Zum Glück hat man sich im Catwalk eine Alternative für die Kleinen überlegt: Die hausgemachten Marmeladen gibt es zu jedem Frühstück gratis dazu, und zwar quasi open end. Die Sorten wie Ananas-Mango-Kurkuma-Zimt oder Heidelbeer stehen in großen weißen Porzellantöpfen bereit. Und direkt unter dem Marmeladentisch gibt es eine Schranktür, hinter der sich die Spielkiste für kleine Gäste versteckt.

Wer geht da hin?

Nicht nur Familien finden hier Platz. An schmalen Zweiertischen trinken Paare in Ruhe ihren Kaffee, abends kann man sich neben der Cocktail- alternativ auch durch eine separate Bier-Karte trinken. Ein Teil des Innenraums verfügt über Sitzbänke über mehrere Ecken hinweg. Man kann hier also auch mit einer größeren Gruppe brunchen. Diese Gelegenheit wird auch gern von Studenten genutzt, die schließlich vom Uni-Hauptgebäude nur einmal durch den Englischen Garten spazieren müssen.

Und wenn die Kinder sich dann nicht mehr mit der Spielkiste und dem Rumgedüse auf dem improvisierten Laufsteg begnügen wollen, haben im Anschluss an den Brunch auch Familien gleich ein Ausflugsziel im Grünen.

Wie viel Zeit bringt man mit?

Obwohl das Café sowohl abends als auch zum Frühstück oft gut besucht ist, kommen die Speisen und Getränke sehr zügig. Sowohl die Bedienungen als auch die Küchenchefs scheinen einen vollen Laden gewohnt zu sein. Auch die Qualität der Speisen war in unserem Fall bei mehreren Besuchen immer die gleiche, durchaus passabel. Und wenn es doch mal ein paar Minuten länger dauern sollte: Am besten einen der Tische vorne am großen Fenster reservieren und den Blick Richtung Isar genießen. Der Laufsteg kann warten.