In Lola`s Eckcafé lässt sich meistens ein Platz auf der Terrasse finden. (Foto: Robert Haas)

Frühstücken an einer der schönsten Ecken Münchens

In dem kleinen Café in Haidhausen herrscht französischer Flair – auch ohne typisch französische Speisen.

Streng genommen liegt die Metzstraße zwar in Haidhausen , allerdings nicht im Französischen Viertel. Doch wer will schon kleinlich sein, schließlich sind es bis dorthin nur ein paar wenige Gehminuten. Und ein bisschen französisches Flair herrscht in Lola’s Eckcafé sowieso, denn Lola Massonnet, die Besitzerin und Köchin, kommt aus Paris.

Ihr kleines Café liegt genau an der Ecke zwischen Preysingstraße und Metzstraße. Obwohl es damit vielleicht an einer der schönsten Ecken Münchens liegt, findet man draußen auf der Terasse mit nur drei Tischen meistens problemlos einen Platz – mit ein bisschen Glück sogar direkt unter einem duftenden Fliederbusch.

Wer sich in diesen Teil Münchens verirrt, scheint es nicht eilig zu haben, alles wirkt wunderbar entschleunigt. Damit ist das Eckcafé im besten Sinne des Wortes ein wenig aus der Zeit gefallen – dazu passt auch, dass über dem Eingang immer noch das Schild des längst geschlossenen Lebensmittelladens hängt. Vielleicht ergibt alles zusammen die Kunst, zu genießen, für die die Franzosen sogar ein eigenes Wort erfunden haben: le savoir-vivre.

Was gibt es da und was kostet das?

Anders als das Ambiente sind die Speisen nicht unbedingt typisch französisch: Für alle Naschkatzen gibt es entweder eine Granola Bowl mit hausgemachten Granola, Joghurt (für einen Euro Aufpreis auch mit veganem Kokosjoghurt) und frischen Früchten (5,90 Euro), Dinkelwaffeln mit Mascarponecreme, Schokosauce, Haselnüssen und Beeren (6,90 Euro) oder Tartine, eine Semmel oder zwei Scheiben Brot mit hausgemachter Marmelade (3,90 Euro).

In der Kühltheke befindet sich zudem die täglich wechselnde Kuchenauswahl. Neben Klassikern wie Schokobrownies, Zitronenkuchen und Bananenbrot gibt es auch ausgefallene Eigenkreationen der Chefin wie etwa Matcha-Pfirischtorte oder eine abgewandelte Variation des Mamorkuchens mit weißer Schokolade und Matcha (je nach Sorte ab 3,20 Euro das Stück).

Wer es lieber herzhaft mag, kann wählen zwischen einem Avocado Toast (7,90 Euro), drei Rühreiern mit Ziegenfrischkäse, Tomaten und Salatbouqet (7,50 Euro), Burratina mit gerösteter Aubergine, Salatbouqet, Mandel und Granatapfelkernen (7,90 Euro), Süßkartoffel-Bowl mit einer Erbsen-Avocadocreme, Wildkräutern und Feta (7,90 Euro) oder dem Toastie Snack mit getoastetem Brot, Brie, dem Chutney des Tages und einem kleinen Salat (5,10 Euro). Gegen einen kleinen Aufpreis kann man die Speisen zusätzlich mit Räucherlachs, Avocado, Schinken oder Bresaola bestellen (zwischen 1,50 und 2 Euro).

Serviert werden die Speisen in blau-weißen Emailleschüsseln, alles wird liebevoll dekoriert: Das Rührei etwa ist mit schwarzem Sesam bestreut, ein paar Kleckse grünes Pesto sorgen neben der schönen Optik für zusätzlichen Geschmack.

Die Kaffeebohnen bezieht das Eckcafé von der Münchner Rösterei Del Mocca. Neben den Standards wie Espresso und Cappuccino gibt es auch ungewöhnliche Heißgetränke wie Peanut Butter Latte (3,40 Euro), Haselnuss Moccacino (3,80 Euro), Matcha Latte (3,20 Euro) und ayurvedische Golden Milk mit Kurkuma, Zimt und Ingwer (3,20 Euro).

Und noch ein Tipp, für alle, die beim nächsten Date punkten wollen: Das Team von Lola’s Eckcafé stellt auch Picknickkörbe zusammen, die man mit an die Isar oder an ein anderes lauschiges Plätzchen nehmen kann.

Wer geht da hin?

Menschen, die sich lieber in Bücher, Zeitungen oder Gespräche vertiefen, als in ihr Smartphone. Menschen, die für kurze Zeit dem Trubel der Großstadt entfliehen möchten, ohne dafür weit zu fahren. Menschen, die gerne lange ausschlafen und es nicht eilig haben, denn Frühstück gibt es bis auf Sonntag jeden Tag bis 15 Uhr.