Frühstücken wie im Wunderland

Wer beim Frühstück gerne selbst den Takt angibt oder kleine Kinder mitbringt, ist im “White Rabbit’s Room” gut aufgehoben. Hier ticken die Uhren ein wenig langsamer als draußen.

“Oh seht, ich komme viel zu spät”, jammert der weiße Hase aus “Alice im Wunderland” und blickt nervös auf seine Taschenuhr. Die tickt zwar auch über den fellgepolsterten Sitzbänken im “White Rabbit’s Room”. Aber das Café am Rosenheimer Platz strahlt eine Gemütlichkeit aus, die sich sein dauergehetzter Namensgeber wohl nie erlauben würde.

Ob Bagels, Croissants, Eierspeisen oder Müsli – alles hier ist hausgemacht und ohne Konservierungsstoffe oder künstliche Aromen zubereitet, versprechen die Betreiber.

Obwohl es im “Rabbit’s” mittags Salate, Suppen und Pasta gibt, deckt auch das Frühstücksangebot bis 14:30 Uhr alle Geschmacksrichtungen von süß bis deftig ab. Stammgäste schätzen die warmen Zimtschnecken (2,60 Euro) und frischen Waffeln (nur am Wochenende: ab 4,20 Euro). Wer es herzhaft mag, bestellt Spiegeleier mit Bacon (6,70 Euro), Weißwurstfrühstück (6,90 Euro) oder einen Bagel. Der ist für knapp fünf Euro zwar ziemlich klein, die Variante mit Ziegenkäse und Honig kommt aber prall gefüllt und mit viel frischem Gemüse.

Wer vegan isst, bestellt sich das warme Avocadobrot (7,40 Euro), statt Cappuccino (2,90 Euro) darf es hier auch mal ein Kurkuma Latte mit Mandelmilch (4,10 Euro) sein. Oder wahlweise glutenfreies Brot (2,50 Euro) statt Semmeln und Breze.

Viel Platz gibt es im “Rabbit’s” nicht – trotzdem wurde hier bei jedem Detail auch an die kleinen Gäste gedacht. Das Podest mit Spielsachen ist nebenbei auch der beste Fensterplatz im Café, Kinderwägen finden in einer separaten Kammer Platz. Und falls die Kinder-Schoki (1,50 Euro) ein- oder auch zweimal umgeschüttet wird, bleibt die Bedienung angenehm gelassen.

Im angrenzenden Deko-Store des “Rabbit’s” stöbern dann aber nicht nur Mamis, sondern vorwiegend junge Leute aus der Gegend, auch wenn es hier neben Postkarten und Kochbüchern alles für den perfekten Kindergeburtstag gibt. Und natürlich weiße Hasen.

Wie viel Zeit bringt man mit?

Den Takt gibt hier nicht die Bedienung vor: Die Frühstückswünsche kreuzt man einfach auf weiß-pinken Zetteln an, zum Tisch gebracht wird dann aber alles recht zügig. Oder man bestellt direkt an der Theke, wo meistens auch ein paar Kuchenstückchen oder bunte Lutscher zum Probieren ausliegen. Zur Eile ist hier also niemand angehalten.

Nur der Hase auf dem Plakat über der Spielecke blickt drängend auf seine Uhr. Im “White Rabbit’s Room” möchte man diese Mahnung einfach mal getrost ignorieren.

Das “White Rabbit’s Room” betreibt auch das “Little Rabbit” am Wiener Platz.



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