Hamburgerei: Bajuwarisch statt hanseatisch

Die Macher der schlicht, aber stilvoll-bunt eingerichteten Hamburgerei setzen auf frische Produkte aus der Region und tun gut daran.

Okay, es ist eine Sache des Humors, ob man die Beschriftung Burger und Burgerin an den Toilettentüren lustig findet. Aber immerhin setzt der Kalauer fort, was schon der Name des Lokals – Hamburgerei – überdeutlich ausdrückt: Das hier! Ist ein! Burgerlokal! Ausrufezeichen!

Die Macher der schlicht, aber stilvoll-bunt eingerichteten Hamburgerei setzen auf frische Produkte aus der Region und tun gut daran. Das Fleisch wird zweimal täglich durch den Fleischwolf gedreht, die Semmeln stammen aus einer Laimer Bäckerei. Das schmeckt den Büromenschen, die hier lunchen, genauso wie den vielen Studenten, die hier ein und aus gehen.

Elf verschiedene Burger stehen auf der Karte, dazu verschiedene fleischlose Varianten, jeweils vegetarisch oder vegan zu haben. Wie überall gibt es natürlich einen klassischen Hamburger. Dieser ist hier mit hausgemachtem Senf-Gurken-Chutney, Tomatensalat und – der Clou – karamellisierten Zwiebeln belegt. Lohnenswert ist auch der “Bayer” mit Obatzdem, Krautsalat und Radieserlsprossen – eine gewagte Kombi, die sich aber wunderbar verbindet mit dem würzigen Grillgeschmack des auf dem heißen Stein medium gebratenen Fleischpflanzerls (180 Gramm!).

Bavaria meets Burger: ein exzellenter Sattmacher, zu dem zum Beispiel ein Zwicklbier von Maierbräu Altomünster passt. Die Regionalität gilt hier lobenswerterweise auch für das Bier. Wer es alkoholfrei mag: Auch Fritz Kola, Limonaden oder Saftschorlen gibt es. Danach ein Stamperl Schnaps oder Longdrinks an der Bar.

Neben dem Stammlokal in der Briennerstraße gibt es inzwischen übrigens auch die Hamburgerei Zwei in der Einsteinstraße. Wer spontan Hunger hat: dort ist oft weniger los.