Im Herzen

Die Lage des kleinen, aber feinen Biergartens könnte nicht besser sein: Mitten im Herzen der Maxvorstadt, gleich bei der Uni ums Eck. Deshalb tummeln sich hier wohl so viele Studenten.

Wer nicht weiß, dass sich im Innenhof des Häuserblocks an der Adalbertstraße ein Biergarten befindet, muss wohl erst etwas suchen, bis er den Eingang zum Hof ums Eck in der Nordendstraße findet. Mitten in der pulsierenden Maxvorstadt, im Bereich zwischen Türken- und Barerstraße, befindet sich der Biergarten der Max-Emanuel-Brauerei, den die Münchner einfach nur Max-E nennen. Der gemütliche Biergarten hat 750 Plätze und liegt mitten im Univiertel. Was auch der Grund dafür ist, dass sich hier besonders gerne Studenten tummeln. Tagsüber kommen sie zwischen den Vorlesungen, abends um nach einem anstrengenden Tag den Lernstress mit einem Bier hinunterzuspülen. Und wo Studenten sind, wird auch viel geflirtet. Man lernt sich hier schnell kennen, sitzt gerne in großen Gruppen an den Biertischen und wechselt auch hin- und wieder den Platz.

In der bewirteten Zone des Biergartens kann man zwischen bayerischen Schmankerln, Salaten und Pasta wählen. Wir entscheiden uns für das Schnitzel “Wiener Art” mit Pommes und Salat (10,50 Euro). Die Portionen sind großzügig bemessen und alles ist ganz frisch und delikat zubereitet..

Schatten unter den alten Kastanien

Gerade im Hochsommer, wenn das Thermometer in Rekordhöhen klettert, ist der Max-E der ideale Biergarten, denn die großen, alten Kastanien spenden einen angenehmen Schatten. Der Brotzeitstand, an dem man sich Speisen für die Selbstbedienungszone holen kann, hat erst ab 18 Uhr geöffnet. Aber wie es in einem typisch bayerischen Biergarten üblich ist, darf man tagsüber wie abends seine eigene Brotzeit mitbringen. Nur das Bier muss man bei der Bedienung bestellen beziehungsweise an der Schänke kaufen.

Den Max-E gibt es schon seit 128 Jahren, seit 1997 wird er vom Wirteduo Stephan Gloxhuber und Sepp Mittermeier geführt. Durch die vielen Blumen und die Holzverkleidung wirkt der Biergarten sehr gemütlich. Das einzig Nervige ist, dass man sich, sitzt man in der Selbstbedienungszone, drei Mal anstellen muss, um Speis und Trank zu ergattern: Erste Schlange ist die Bierkasse, zweite die Schänke und dritte der Brotzeitstand. Gerade abends oder am Wochenende, wenn viel los ist, kann das durchaus zur Geduldsprobe werden – vor allem weil das Personal am Essensstandl nicht unbedingt das schnellste ist.

Ansonsten aber kann man den Max-E uneingeschränkt empfehlen. Besonders freuen wir uns schon wieder auf die Fußball-EM. Dann wird es in dem kleinen Biergarten nämlich wieder Public-Viewing geben. Und die Stimmung im Max-E war schon während der WM 2006 immer großartig.