In der Altstadt tut sich was

Gleich vier neue Lokale machen in der Innenstadt auf – von der Weinbar bis zum kolumbianischen Restaurant

Für die Gastronomie in der Innenstadt gilt, was über vielen Stammtischen steht: "Hier hocken die, die immer da hocken." Denn wer einen lukrativen Standort für sein Lokal gefunden hat, gibt den ungern wieder auf. Dafür aber tut sich gerade enorm viel in der Altstadt. Gleich vier Restaurants, zum Teil seit Jahrzehnten dort ansässig, sind verschwunden und durch neue ersetzt worden. Spektakulärster Neuzugang ist sicher das Madam Chutney in der Frauenstraße 11, wo sich die letzten 30 Jahre das Master's Home befand, eine Bar im englischen Kolonialstil, die Pino Crocamo (jetzt mit Bruder Ugo im Tambosi) damals zusammen mit Michael Käfer erfunden hat. Jetzt ist Prateek Reen dort eingezogen, eine indische Köchin, deren bisheriges kleines Lokal im Norden Schwabings stets ein Geheimtipp war. Sie schickt sich nun also an, die Innenstadt zu erobern ( www.madamchutney.com ) . Auch die Grüne Gans , das kleinste Gourmetrestaurant der Stadt Am Einlass 4, gibt es nun nach fast 52 Jahren nicht mehr. Nach dem Tod von Wirt Julius Stollberg konnte und wollte seine Frau Inge nicht weitermachen. Nun ist aus dem Lokal mit seinen 26 Plätzen ein kolumbianisches Restaurant geworden, Mi Casa heißt es und bietet authentische südamerikanische Küche und allerlei Cocktails auf Rum-Basis, wie sich das für Kolumbien gehört ( www.mi-casa-restaurant.de ). Eines der ältesten japanischen Restaurants in der Stadt, das Tenno in der Buttermelcherstraße 5, gibt es ebenfalls nicht mehr. Nun hat dort der Mai-Garten aufgemacht, der etwas größere Ableger eines chinesischen Imbisses mit authentischer Kantonsküche in der Au (Telefon 24 21 11 97, keine Website). Und das ehemalige Walter & Benjamin in der Rumfordstraße 1 (die Weinhandlung gleichen Namens ist auf die andere Straßenseite in Hausnummer 6 gezogen) heißt jetzt Manu und ist eine Weinbar mit recht anständiger Bistro-Küche ( www.manu-muenchen.de ).