Lichtblick für die Menterschwaige

Der Biergarten am Isarhochufer sollte renoviert und erweitert werden – doch die Pläne wurden zunächst abgelehnt. Die Zukunft der historischen Anlage schien bedroht. Und nun? Gab es einen "konstruktiven Termin".

Die Perspektive für den Menterschwaige-Biergarten am Isarhochufer hat sich nach einer ersten Vor-Ort-Besprechung offenbar aufgehellt: Die Lokalbaukommission (LBK) hatte den Antrag auf Erweiterung des denkmalgeschützten Gutshofs um einen nordostseitigen Anbau abgelehnt,was offenbar nur aufgrund von Missverständnissen im Verfahren ohne direkte Aussprache geschah.

Beim nachgeholten Treffen mit Vertretern von Bezirksausschuss, Unterer Naturschutzbehörde und dem vom Eigentümer beauftragten Architekten berief sich die LBK grundsätzlich auf eine Klausel im Grundbuch, die eine Bebauung des Geländes verbietet. Zudem skizziert der Flächennutzungsplan hier einen Grünzug vom Perlacher Forst über den parkartigen Schmorellplatz und den Biergarten bis zum Isarhang. Allerdings stünde die Tür für konstruktive Gespräche nun laut LBK-Vertretern "sperrangelweit offen".

Einen "konstruktiven Termin" und weitere Gesprächsbereitschaft bestätigt auch ein Sprecher der "Qcoon real estate". Ebenso, wie Pächter Christian Schottenhamel, verweist der Investor auf das ungeordnete, improvisiert wirkende Ensemble der westseitigen Ausschank- und Verkaufshütten. Diese könnten durch den Anbau wegfallen und den Blick aufs 122 Jahre alte Hauptgebäude freigeben. Dessen Innensanierung bleibt unterdessen unstrittig zwischen LBK und Eigentümer.

Um die LBK von der angestrebten Symbiose aus Wirtschaftlichkeit, Denkmal- und Naturschutz zu überzeugen, muss Planer Bastian Große Halbuer einen neuen Bauantrag einreichen. Eine schnelle Entscheidung ist daher unwahrscheinlich – und damit auch der vom Eigentümer zunächst geplante Umbau innerhalb der Corona-Zwangspause.