Die größte Auswahl hat das Minimis aber bei den Getränken, genauer bei den Smoothies. (Foto: Alessandra Schellnegger)

Superkräfte zum Frühstück

Mit dem Minimis Coffeehouse gibt es am Hohenzollernplatz endlich ein nettes Café zum Verweilen. Dort findet man nicht nur ein schattiges Plätzchen, sondern auch echte Vitaminbomben.

Man könnte meinen, der Hohenzollernplatz wäre ein ziemlich guter Ort, um ein Café zu eröffnen – liegt er doch praktisch im Herzen Schwabings . Noch dazu ist es dort dank der vielen Bäume gerade im Sommer angenehm schattig. Eigentlich ein richtig lauschiges Plätzchen. Bislang suchte man dort ein wirklich nettes Café jedoch vergeblich.

Mit der Neueröffnung des Minimis Coffeehouse gibt es neben dem – zugegebenermaßen sehr guten – georgischen Imbiss Royal Healthy Slices endlich auch eine Anlaufstelle für alle, die nicht nur schnell etwas auf die Hand wollen, sondern verweilen möchten. Falls der Name bekannt vorkommen sollte: Das kleine Café war tatsächlich vormals am Viktualienmarkt zuhause, vor ein paar Monaten ist es aber an den Hohenzollernplatz gezogen. Gut so.

Die Frühstückskarte des Minimis ist sehr treffend mit “The Eggman” überschrieben, denn tatsächlich gibt es vor allem Eierspeisen: Zwei pochierte Bio-Eier etwa mit getoastetem Ciabatta (3,40 Euro), wahlweise mit frischem Gemüse (1 Euro extra), Parmaschinken und Rucola (1,50 Euro extra) oder geräuchertem Lachs (2 Euro extra). Außerdem gibt es Bio-Rührei (3,50 Euro), wahlweise mit den Toppings Avocadostückchen (1 Euro extra), Sonnenblumenkernen (0,40 Euro extra), Tomatenstückchen (1 Euro extra), Büffelmozzarella oder Parmaschinken und Rucola (je 1,50 Euro extra).

Wer mehr Lust auf etwas Süßes hat, kann wählen zwischen einem Schoko- oder einem Marmeladencroissant (zwischen 1,20 und 1,50 Euro), einem Schälchen Obstsalat (2,50 Euro) oder Joghurt mit Früchten (2,90 Euro). Für das extra Bircher Müsli zum Joghurt zahlt man noch einmal einen Euro mehr.

Die größte Auswahl hat das Minimis aber bei den Getränken, genauer bei den Smoothies. Diese sind auf der Karte unter “Gesöff” zu finden und alle nach Superhelden benannt. Bei solchen Vitaminbomben hat man wirklich beim Trinken das Gefühl, Superkräfte zu tanken. Vor allem nach einer durchzechten Nacht wirken “Volverine” (5, 00 Euro) mit Kokoswasser, Ananas, Mango, Banane, Ingwer und Honig oder “Hulk” (6 Euro) mit Kokoswasser, Birne, Banane, Apfel, Spinat und Honig oder auch “Wonder Woman” (5 Euro) mit Kokoswasser, Banane, Himbeere, Erdbeere, Joghurt und Honig wahre Wunder.

Wer morgens auch ohne Superkräfte auskommt, kann sich auch ganz einfach einen frisch gepressten Orangensaft für 3,50 Euro bestellen. Natürlich gibt es auch Wachmacher in Form von Kaffee. Bei sommerlichen Temperaturen sind besonders der Frappé (3,90 Euro) und der Affogato, ein Espresso mit einer Kugel Vanilleeis (2,90 Euro), zu empfehlen. Cold Brew Kaffee gibt es ab 2,80 Euro, man bekommt ihn auch mit Haselnuss-, Vanille, oder Karamellsirup (0,30 Euro extra).

Nach 11.30 Uhr gibt es zwar keine Eierspeisen mehr, gemütlich im Schatten sitzen lässt es sich aber auch ganz hervorragend mit einem der vielen Ciabatta-Sandwiche (ab 3 Euro), Salate (ab 5,90 Euro) oder einem hausgemachten Florentiner, die man etwa ganz klassisch mit Vollmilchschokolade oder aber auch mit weißer Schokolade und Erdbeere (Stück 2,20) bestellen kann.

Wer geht da hin?

Obwohl das Potenzial vorhanden ist, ist das Minimis bislang noch kein hippes Frühstückscafé vor dem die Menschen Schlange stehen. Man findet deshalb noch leicht einen Platz an einem der sieben Tischen auf der kleinen Terasse und sitzt dann zwischen Bauarbeitern, älteren Damen und jungen Pärchen am hinteren ruhigeren Ende des Hohenzollernplatzes. Das Beste daran: Mit einem der bunten Super-Drinks in der Hand kann man aus sicherer Entfernung ganz wunderbar das geschäftige Treiben auf dem Platz beobachten.

Am Tresen mit Blick auf die türkisen Kacheln kann man es sich an weniger warmen Tagen in dem kleinen Café gemütlich machen. Wissen sollte man allerdings, dass es keine Kundentoilette gibt. Wenn man lieb fragt, macht die Bedienung aber vielleicht auch mal eine Ausnahme.