Was auf die Etagere kommt, bestimmen die Gäste selber.

Weltstädtisch frühstücken in Haidhausen

Beim Wochenend-Brunch in der Juliet Rose Bar stellen sich die Gäste ihre Brunch-Etagère selbst zusammen – dann wird geteilt. Das schicke Ambiente zieht auch Instagram-Sternchen an.

Münchner nennen ihre Stadt gerne einmal in einem Atemzug mit anderen Großstädten der Welt: Paris, London, New York, Shanghai. Der Begriff “Metropole” will allerdings nur bedingt passen zu der beschaulichen Stadt, in der Hochhäuser nicht höher als 100 Meter sein dürfen. Und doch gibt es Orte, die München durchaus einen Hauch von Weltruhm verleihen. Die Juliet Rose Bar ist so ein Ort. Marmorböden und -tische, edle Ledersessel, verspiegelte Wände und Lampen im Art-déco-Stil versprühen durchaus kosmopolitisches Flair. Man kann sich nur zu gut vorstellen, wie Carrie Bradshaw aus “Sex and the City” hier an einem der Tische sitzt und einen Cosmopolitan ordert.

Da das Interieur viel zu schade ist, um nur abends zu wirken, bietet die Juliet Rose Bar neuerdings auch einen “Weekend-Brunch” an. Jeden Samstag und Sonntag können die Gäste hier von 9 bis 15 Uhr schlemmen. Das Frühstück soll zum Teilen animieren und wird auf Etageren an den Tisch gebracht. Die neue Frühstückskarte ist denn auch mit – Achtung, Wortspiel – “Etashare” überschrieben.

Was gibt es da und was kostet es?

Was auf die Frühstücks-Etagere kommt, entscheidet der Gast selbst. Sechs Komponenten und ein Frühstückskorb mit Sauerteigbrot, Semmeln, Breze und Croissant gibt es bei der “Etashare” (19 Euro), jede zusätzliche Auswahl kostet extra (ab 2,50 Euro). Man wählt zwei Komponenten aus der Kategorie “Butter und Aufstrich” und dann noch jeweils eine aus den Bereichen “Frisch- und Rohmilchkäse”, Sweets & Honey”, “Wurst & Schinken” sowie “Warme Eier & Add-Ons”.

Das kann dann zum Beispiel so aussehen: Avocadocreme und Kräuterquark, Trüffelbrie, Erdbeer-Marmelade, Parmaschinken und pochiertes Ei Benedikt. Oder: Hummus (Kichererbsencreme) und Baba Ganoush (Auberginenpaste), Bergkäse, Schokoaufstrich, Chorizo und Bircher Müsli. Dazu werden ganz klassisch Kaffee (Cappuccino 4,50 Euro) oder Tee im Kännchen (ab 6 Euro) serviert. Wie es sich für eine Bar mit weltstädtischem Anspruch gehört, ist natürlich bei Bedarf auch der Champagner nicht weit (Glas ab 6 Euro).

Uns schmeckte der “Tête de Moine” besonders gut, dieser französische Halbhartkäse, der nicht geschnitten, sondern hauchfein geschabt wird. Das Gleiche gilt für das Pastrami, das dünn geschnittene Räucherfleisch, das in Kombination mit knusprigem Baguette auch zum Frühstück mundet.

Wer geht da hin?

Eben weil das Interieur so hübsch ist, findet sich hier schon mal das ein oder andere Instagram-Sternchen zum Frühstück ein, das sich hier gut inszenieren kann. Und so eine bunt bestückte Etagere ist natürlich auch sehr fotogen. Ansonsten kommt auch der ein oder andere Tourist in die Bar, liegt sie doch im Erdgeschoss des Hilton Hotels an der Rosenheimer Straße, verfügt aber über einen separaten Eingang.

Am besten aber würde wie eingangs erwähnt Carrie Bradshaw in die Juliet Rose passen. Zum Etagere-Teilen könnte sie dann ihre Freundinnen Samantha, Miranda und Charlotte mitbringen. Nur: Die Damen existieren ja leider nicht wirklich.