Wo der Tag mit einem Lächeln beginnt

Im Benko Café in der Maxvorstadt kann man seit ein paar Wochen auch frühstücken. Davon abgesehen überzeugt es mit unaufgeregter Herzlichkeit.

Im Benko Café ist das Erste, was der Gast zu Gesicht bekommt, ein freundliches Lächeln. Im Zweifel wird ihm schon ein fröhliches “Hallo” entgegengeschmettert, kaum ist er zur Tür hereingekommen, ob das nun vom Chef Abdeljalil “Fiston” Bentaleb kommt oder von einem seiner Angestellten, die zum Teil schon jahrelang hier arbeiten. Aufgesetzt wirkt es nie. Und so ist die Atmosphäre im Café eine herzliche, unkomplizierte.

Schlicht, aber hübsch ist das Benko Café eingerichtet. Holz an der Wand und ein wenig retro, mit großen Fensterfronten hinaus auf die Luisenstraße. Unter der Woche wuseln dort die Studenten der Technischen Universität umher, und mittags kommen sie oder die Dozenten zum Essen hinein. Scheint die Sonne, herrscht ein eifriges Reise-nach-Jerusalem um die paar Tische vor dem Lokal.

Was gibt es da und was kostet das?

Meistens gibt es mittags ein oder zwei Pasta-Gerichte, Suppe, Eintopf, was dem Koch eben gerade so eingefallen ist, und Salate. Den ganzen Tag über belegte Brote, Kuchen und Croissants. Müsli mit Joghurt und Früchten. Seit ein paar Wochen hat das Benko auch eine kleine Frühstückskarte: Eierspeisen gibt es jetzt dort, Rühreier mit Schnittlauch (4,90 Euro) und wahlweise zusätzlich mit Mozzarella, Tomate und Pesto (5,90), Lachs, Trüffelcreme und Parmesan, oder gleich ein Omelette mit Champignons und Käse (jeweils 6,90). Für die süß frühstückende Fraktion macht der Koch French Toast oder Pancakes mit Früchten oder Crepes mit Schokolade (6,50).

Wer geht da hin?

Das Hipster-Frühstück à la Avocado mit pochiertem Ei auf Chiasamenbrot gibt es hier nicht, aber wer das sucht, findet genug davon in der Stadt, und dafür fotografieren weniger Menschen das gut schmeckende Essen, sondern essen es gleich. Die Hipsterquote ist damit auf durchschschnittlichem Studentenlevel; wegen der Nähe zur TU schauen viele junge Leute vorbei. Aber auch viele Anwohner, und Kinder bekommen hier freundliche Worte statt genervter Blicke ab.

Wie viel Zeit bringt man mit?

Frühstück gibt es unter der Woche bis 12 Uhr. Von mittags an kann es ziemlich voll werden, was die Aufenthaltsdauer natürlicherweise verkürzt. Aber wer früher kommt, kann auch im Fenster sitzen und ewig Zeitung lesen oder auch ein bisschen arbeiten. Auch samstags ist meist die Ruhe dafür. Dazu ein oder zwei Cappuccini (2,50/3,10 Euro). Die kann man, je nachdem ob sich der Dienst habende Barista zum Latte-Art-Künstler berufen fühlt oder nicht, zuweilen auch ganz gut fotografieren.