Zwei in eins

Eine imposante Getränkekarte, ein bisschen Voodoo und einige Sorten Schnaps aus Mexiko. Im Katopazzo gibt es Dinge, die es bisher so in München noch nicht gibt. Aber hier ist oben nicht gleich unten.

Damit aber auch gar nichts schief läuft, haben sie sich den König von Schwabing ins Haus geholt. Regisseur Klaus Lemke ist früher mal so genannt worden, und weil die Betreiber des Katopazzo ihn gut kennen, haben sie ihn vor der Eröffnung eingeladen. Klaus Lemke also hat sich das Restaurant, in dessen Keller bald auch eine Bar eröffnen wird, angesehen – und seinen Segen gegeben. Der König von Schwabing als Pate: Wenn das kein Start ist für das neue Restaurant in der Amalienstraße gleich hinter der Uni!

“Katopazzo und die Totem Bar” heißt das Restaurant, ein im wahrsten Sinne des Wortes verrückter Name. “Kato” ist griechisch und heißt “unten”, “pazzo” ist italienisch und steht für “verrückt”. Mathias Modica vom Gomma-Label und die Betreiber vom “Hey Luigi” und “Nage & Sauge” haben sich Konzept und Namen ausgedacht. Sie wollten ins Univiertel nach Schwabing. “In die Nähe der Kunstakademie und der Filmhochschule, da sind unsere Freunde und Gäste unterwegs”, sagt Modica. Und sie wollten ein Restaurant, das auf einem anderen Stockwerk noch eine Bar hat. “Ich bin viel in Mexiko und anderen Ländern unterwegs, da gibt es so eine Zweiteilung häufig”, sagt Modica. “In München hat so etwas noch gefehlt.”

Ein Thron, Totems und Voodoo-Zeugs

Weil er viel in Mexiko unterwegs ist, hat Modica außerdem ein Faible für Mezcal entwickelt. Um den Schnaps gibt es einen richtigen Hype in Mexiko. Jede Bar, die dort etwas auf sich hält, bezieht Mezcal von einem Independent-Label. Modica holt nun einige Sorten nach München , auch das gibt es so noch nicht in der Stadt. Die Totem Bar im Keller, wo der Mezcal ausgeschenkt werden wird, soll irgendwann im Winter aufmachen. Sie wird verrückt aussehen, mit einem Thron, Totems und verschiedenem Voodoo-Zeugs.

Das Restaurant oben hat auch einen eigenen Stil: 30 grüne Pflanzen stehen herum, die Wände sind grün gestrichen, die Bar ist aus hellem, die Tische sind aus dunklem Holz. Auch hier gibt es eine ordentliche Getränkekarte. Robert Graenitz vom “Hey Luigi” unternimmt öfter mal Forschungsreisen nach Großbritannien , um guten Whisky (verschiedene Sorten zwischen 7 und 8,50 Euro/ 4 cl) aufzuspüren. Die Getränkekarte ähnelt der im Hey Luigi, die Longdrinks und Cocktails kosten um die acht Euro – alle Klassiker sind vertreten. Auf der Speisekarte finden sich acht verschiedene Calzones (5,90 Euro). Das ist in München auch eher selten – und ein bisschen verrückt. Katopazzo ist schon ein passender Name.